Super Silver Haze ist keine Sorte für den schnellen Durchlauf. Sie wächst mit deutlich sativageprägter Dynamik, baut lange Seitentriebe auf und zieht in der Blüte gern weiter, als viele zuerst einplanen. Wenn die Bedingungen passen, entstehen helle, harzige Blütenstände mit dieser typischen „silbrigen“ Optik und einem Aroma, das Zitrus, Würze und Haze-Tiefe zusammenbringt.
Kurzinfo: Super Silver Haze
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Genetik: Skunk #1 × Northern Lights × Haze
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Art der Sorte: Feminisiert
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Blütezeit: ca. 10–11 Wochen
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Ertrag indoor: ca. 500–700 g/m²
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Ertrag outdoor: ca. 700–1.200 g pro Pflanze
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THC-Gehalt: ca. 18–23 %
Herkunft & Seeds66-Selektion
Super Silver Haze basiert auf einer klassischen Dreifachlinie aus Skunk #1, Northern Lights und Haze. Diese Kombination ist historisch genau deshalb so stark geworden, weil sie drei Dinge zusammenführt: Skunk bringt eine robuste Wachstumsbasis, Northern Lights schiebt Dichte und Blütenmasse, Haze liefert Länge, Aroma-Komplexität und die typische Sativa-Dynamik.
Bei Seeds66 geht es nicht darum, aus dieser Familie „irgendwas Modernes“ zu machen, sondern die Linie so zu führen, dass sie im Alltag reproduzierbar bleibt: gleichmäßige Vorblüte, sauberer Stretch, stabile Blütenstruktur und ein Profil, das nicht von Run zu Run komplett kippt. In unseren Dokumentationen in Kalifornien war besonders auffällig, wie stark Super Silver Haze auf frühe Rahmenbedingungen reagiert: Luftzirkulation, Lampenabstand und ein sauberer Gießrhythmus entscheiden bei dieser Sorte früher als bei vielen Hybriden, wohin sie läuft.
Genetik & Stammlinie
Der „Haze-Anteil“ ist bei Super Silver Haze nicht nur ein Marketingwort, sondern im Verhalten sichtbar: mittellange bis lange Internodien, spürbarer Stretch, ein klarer Fokus auf obere Bud-Zonen und eine Blüte, die eher über Wochen Druck aufbaut, statt plötzlich zu „explodieren“. Skunk und Northern Lights machen daraus keine Indica, aber sie geben der Pflanze mehr Griff: mehr Blütenkörper, mehr Gewicht, weniger reine Luftigkeit.
Im Vergleich zu modernen, kürzer blühenden Sativa-Hybriden zeigt Super Silver Haze einen anderen Takt: Sie nimmt sich Zeit. Genau das ist der Punkt, an dem viele Grows kippen, weil zu früh zu hart gefüttert oder zu spät strukturiert wird.
Bud-Struktur & Harzaufbau
Die Buds wirken selten „blockig“. Stattdessen entstehen längere Blütenstände, die sich entlang der Seitentriebe aufbauen und in der oberen Zone besonders dicht werden. Die Harzbildung zieht bei guter Lichtintensität spürbar an, sobald die Pflanze aus dem Stretch herauskommt. Ab etwa Woche 4 der Blüte sieht man den Unterschied: Die Trichome werden dichter, die Bud-Oberfläche wirkt heller, und die typischen Haze-Noten werden im Raum klarer.
Wichtig ist die Luftbewegung in der Krone. Super Silver Haze legt gern viele kleine Blütenansätze an, die später zusammenwachsen. Ohne Umluft wird das schnell zu einer dichten, feuchten Zone im oberen Bereich.
Wuchs & Anbau
Indoor entwickelt Super Silver Haze einen stabilen Hauptstamm und mehrere lange Seitentriebe. In der Stretchphase sind 150–200 % Höhenzuwachs realistisch, je nach Lichtintensität, Veg-Dauer und Temperaturbereich. Wer den Lampenabstand zu knapp wählt, provoziert schnell Stress in der oberen Zone, noch bevor die Buds richtig Masse ansetzen.
Beim Medium läuft die Linie sowohl in Erde als auch in Coco gut, solange die Bewässerung gleichmäßig bleibt. Sie mag keinen „Wechsel“ aus starkem Antrocknen und dann großen Gießmengen. Ein ruhiger, gleichmäßiger Rhythmus mit kleineren Portionen ist meist die bessere Route. Bei EC gilt: lieber stabil aufbauen als früh drücken. Zu hohe Werte in der frühen Blüte zeigen sich oft zuerst an der Blattspitze und danach an der Blattfläche.
In der Praxis passt Super Silver Haze besonders gut, wenn die obere Zone gut ausgeleuchtet ist, die Krone konsequent durchlüftet wird und der Lampenabstand von Anfang an mit dem Wachstum angepasst wird.
Typische Fehler beim Anbau von Super Silver Haze
Zu spät strukturieren: Wer erst nach dem Stretch anfängt, Seitentriebe zu ordnen, bekommt oben eine dichte, ungleichmäßige Zone und unten zu wenig Licht. Bei dieser Sorte lohnt es sich, die Struktur früh festzulegen.
Zu frühes Düngen: Super Silver Haze kann viel aufnehmen, aber nicht als Sprung. Wenn der EC in der frühen Blüte zu hart anzieht, reagiert sie schneller als viele Hybride.
Zu wenig Luftzirkulation in der Krone: Durch die Bud-Architektur entstehen leicht Bereiche, die im Kern zu feucht werden. Umluft ist hier kein „Nice to have“.
Seeds66-Tipp: Wenn du in der frühen Blüte düngst, halte den EC bewusst moderat und erhöhe erst nach dem Stretch in kleinen Schritten. Ein gleichmäßiger Aufbau unterstützt bei Super Silver Haze einen dichteren Blütenkörper in der oberen Zone.
Aroma & Terpene
Super Silver Haze wird aromatisch oft zuerst über Zitrus wahrgenommen, aber die Sorte lebt von der zweiten Schicht: würzig, leicht holzig, mit Haze-Tiefe, die eher an Kräuter und trockene Noten erinnert als an reine Süße. Je nach Phänotyp kann der Skunk-Anteil deutlicher werden, vor allem wenn die Pflanze sehr kompakt in der Krone steht.
Bei den Terpenen sind in vielen Beschreibungen Kombinationen aus Limonen (Zitrusfrische), Myrcen (erdige Basis) und Caryophyllen (Würze) plausibel. Das Profil wirkt selten „one-note“. Es bleibt eher vielschichtig und wird zum Ende der Blüte klarer, wenn die harzige Oberfläche dichter wird.
Terpenprofil im Detail
Wenn du beim Trocknen zu warm oder zu schnell wirst, verliert Super Silver Haze häufig zuerst die frische Zitrusspitze und bleibt zu „flach“ auf der würzigen Basis. Eine gleichmäßige, nicht zu aggressive Trocknung hilft, dass die oberen Noten stehen bleiben und das Profil nicht nur schwer und erdig wirkt.
Wirkung
Die Wirkung wird im Kern als klar, aktiv und lang anhaltend beschrieben. Viele empfinden den Start als spürbar mental, mit einem Fokus, der eher nach vorn zieht als nach unten drückt. Körperliche Schwere steht nicht im Zentrum, kann aber im Verlauf als ruhiger Unterton auftauchen, besonders bei höheren Dosen oder sehr harzstarken Phänotypen. Das Ganze bleibt eine Sorte mit Präsenz: Sie steht lange im Raum.
Seeds66-Haltung
Super Silver Haze ist für uns eine Linie, bei der Technik und Geduld sichtbar werden. Sie verzeiht nicht jede Abkürzung, dafür liefert sie einen Charakter, der nicht austauschbar ist. Wir führen solche Klassiker nicht, weil sie bequem sind, sondern weil sie zeigen, wie viel Substanz eine sauber geführte Genetik haben kann.
Eigenschaften von Super Silver Haze
Sorte Super Silver Haze
Art der Sorte Feminisiert
Genetik Skunk #1 × Northern Lights × Haze
Typ Sativadominant
Sativa / Indica Anteil ca. 70–80 % Sativa / 20–30 % Indica
Blütezeit ca. 10–11 Wochen
Erntezeit Outdoor Anfang bis Mitte Oktober
Ertrag indoor ca. 500–700 g/m²
Ertrag outdoor ca. 700–1.200 g pro Pflanze
Größe Indoor mittel bis hoch, je nach Veg und Stretch
Größe Outdoor hoch, bei langer Saison deutlich über Indoor-Niveau
Geschmack Zitrus, würzig, Haze, erdige Basis
Wirkung klar, aktiv, lang anhaltend
THC / CBD 18–23 % / 0.1–0.3 %
Seeds66-Hinweis Diese feminisierte Super Silver Haze ist auf lange Blüte, kräftigen Stretch und ein klares Haze-Profil ausgelegt. Wer den Verlauf sauber plant, bekommt am Ende die typische silbrige Bud-Optik und ein starkes, langes Ergebnis.
Häufige Fragen zu Super Silver Haze
1. Welche Genetik steckt hinter Super Silver Haze?
Die klassische Basis ist Skunk #1 × Northern Lights × Haze. Genau diese Mischung erklärt den Mix aus Sativa-Dynamik, Blütendichte und würzig-zitrischem Profil.
2. Wie lange blüht Super Silver Haze indoor?
Realistisch liegt die Blütezeit meist bei etwa 10–11 Wochen, abhängig von Lichtintensität, Temperaturbereich und wie stark der Stretch ausfällt.
3. Wie stark streckt Super Silver Haze in der Blüte?
In vielen Runs sind 150–200 % Stretch möglich. Darum lohnt es sich, Lampenabstand und Kronenstruktur früh zu planen.
4. Welche Erträge sind bei Super Silver Haze realistisch?
Indoor sind ca. 500–700 g/m² ein realistischer Bereich. Outdoor kann sie bei sehr guter Saison und viel direkter Sonne deutlich zulegen, typischerweise bis etwa 700–1.200 g pro Pflanze.
5. Wann ist die Outdoor-Ernte bei der feminisierten Version?
Bei einer normalen Saison liegt die Ernte häufig Anfang bis Mitte Oktober.
6. Ist Super Silver Haze empfindlich beim Düngen?
Sie kann viel aufnehmen, reagiert aber schneller auf frühe Spitzen. Ein gleichmäßiger Aufbau in der frühen Blüte ist meist die bessere Route als ein harter Start.
7. Welche typischen Fehler sieht man bei dieser Sorte am häufigsten?
Zu spät strukturieren, zu wenig Umluft in der Krone und ein unruhiger Gießrhythmus sind die Klassiker. Das fällt bei Super Silver Haze früher auf als bei vielen Hybriden.
8. Wie würdest du das Aroma am ehesten einordnen?
Zitrus als Vorderseite, dazu würzige Haze-Noten und eine erdige Basis. Je nach Phänotyp kann der Skunk-Anteil deutlicher durchkommen.
9. Welche Terpene sind bei Super Silver Haze plausibel?
Häufig werden Limonen, Myrcen und Caryophyllen genannt. Das passt auch zur Wahrnehmung: Zitrusfrische, erdige Basis, würzige Tiefe.
10. Ist Super Silver Haze eher für Anfänger oder Fortgeschrittene?
Eher für Grower, die mit Stretch, Lampenabstand und Kronenluft umgehen können. Anfänger bekommen sie hin, wenn sie nicht zu spät reagieren.
11. Welche Auszeichnungen sind mit der Sorte verbunden?
Super Silver Haze wird historisch oft mit mehrfachen High-Times-Cannabis-Cup-Erfolgen in den späten 1990ern genannt, besonders im Hydro-Kontext.
Seeds66 Redaktion
Alle Beschreibungen basieren auf unseren Tests und Dokumentationen in Kalifornien. Wir veröffentlichen nur Sorten, die wir selbst dokumentiert haben. Fokus: Keimfreude, Stabilität und reproduzierbare Ergebnisse für den deutschsprachigen Markt.